Willkommen!

Wir bitten alle in Wolfsburg lebenden Frauen der Jahrgänge 1988/89 und 1983/84 um die Teilnahme einer wissenschaftlichen Studie zur Verbreitung von humanen Papillomaviren (HPV). Die Studie wird im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung bei allen Frauenärzten/Ärztinnen in Wolfsburg durchgeführt.

HPV-Infektionen gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten des weiblichen Genitaltraktes. In Deutschland wird jede zweite Frau irgendwann eine solche Infektion aufweisen. Es handelt sich um eine Art "Schnupfen des Muttermundes" der meist unbemerkt bleibt, keine Beschwerden macht und nach 6-18 Monaten in ca. 90% aller Fälle folgenlos und dauerhaft verschwindet. Nur bei einer kleinen Minderheit kann es zu einer chronischen HPV-Infektion kommen, in deren Folge es zur Entstehung echter Krebsvorstufen und nach vielen Jahren zur Krebsentstehung kommen kann. Somit ist es nichts Besonderes HPV positiv zu sein, sondern nur HPV positiv zu bleiben. Da bei manchen Individuen HPV lebenslänglich nachgewiesen werden kann, ohne dass es jemals zur Ausbildung eines ernsten Krankheitsbildes käme, beweist der HPV-Nachweis für sich allein nicht das Vorliegen einer Krankheit.

Ziel der Studie, Nutzen für die Allgemeinheit
Bisher fehlen aus Deutschland genaue Untersuchungen zur Verbreitung von HPV bei jungen Frauen, insbesondere ist nicht bekannt, wie die einzelnen HPV-Typen verbreitet sind. Bis heute wurden ungefähr 40 verschiedener HPV-Typen im Genitalbereich entdeckt. Diese sind sexuell übertragbar, die genaue Rolle des Sexualverhaltens, wie auch die anderer möglicher Kofaktoren, ist bis heute aber noch nicht endgültig geklärt. Die bessere Kenntnis der genauen Verbreitung der verschiedenen HPV-Typen ist eine Voraussetzung für die Entwicklung von neuen Impfstoffen, von neuen Medikamenten und einer besseren Planung der Vorsorge.